„Schon lange hatte ich ein Blatt mit einem Rezept von meinem Ur-Grosi in meinen Familienunterlagen liegen. Nun wollte ich endlich wissen, was da genau drinsteht. Ob ich das Mittel gegen Rheumatismus jemals anwenden werde, kann ich nicht sagen, aber ich habe Freude, dass ich nun genau weiss, was meine Urgrossmutter aufgeschrieben hat.“
2 Eßlöffel voll Wachholderbeeren
sollen gequetscht werden; dann
in 3/4 Liter (7, 5) dclt) 10. Minu-
ten kochen: Aus Apotheke beziehen:
für 20 Cts. Katzenschwänze
“ 40 “ Ehrenpreis
“ 40 “ Rosmarin
“ 20 “ Tausendgüldenkraut
mit einander mischen.
Ein Eßlöffel voll von dieser
Mischung soll mit der
Wachholderbrühe übergoßen
werden; dann 1/4 Stunden
stehen laßen.
21 Tage lang von genann-
ter Mischung genießen.
Täglich je eine Tasse vor
Schlafengehen.
Ohne Zuckerzusatz.
„Die Transkription eines Briefes von 1943 hat mir ermöglicht, ein tieferes Verständnis für die wirtschaftliche Situation unserer Familie im zweiten Weltkrieg zu erlangen. Unglaublich: ein so kleines Puzzleteil macht das grosse Ganze plötzlich erahnbar. Vielen herzlichen Dank an Elisabeth Sulger Büel für die sorgfältige und speditive Arbeit.“
Es ist schon lange her, seit ich Dein Schreiben von Dir erhalten u. schon lange hätte ich gern geschrieben, aber das Schreiben geht nicht mehr gut, schreibe ich in der Stube, so stören mich die Kinder u. schreibe ich in meiner Kammer, so habe ich bald krumme Finger. Es freut mich, aus Deinem Schreiben zu vernehmen, daß Ihr Alle wohl dran seid, es ist ja das Köstlichste die Gesundheit, es mag Wiederwärtiges kommen, es mögen materielle Verluste eintreten, man überwindet Alles, wenn man gesund ist.nVon der Kantonalbank habe ich gezeigte Mitteilung erhalten von Deiner Einzahlung, lieber XXXX, u. nächstes Jahr hast Du uns noch 3 ½ % zu zinsen, also noch 84 Frk. Als Antwort auf Deine freundliche Einladung, nach XXXX zu kommen, möchte ich den Basler Spruch anwenden: „Mir wai luge“ u. wenn ich dieses Jahr einige Zeit Ferien machen kann, so komme ich vielleicht ganz unverhofft nach XXXX. Wir haben diesen Winter wieder viel Arbeit mit Holzfällen u. Roden, Umbrechen u. so wirds auch nächsten Sommer wieder Arbeit genug geben XXXX wird Arbeit finden, sofern sie nicht in Eurem Haushalt mithelfen muß. Seid Alle recht herzlich gegrüßt von uns u es zeichnet Euer Euch Alle liebender Götti
Persönliche Angaben wurden auf Wunsch der Kundin entfernt.
„Seit dem Frühjahr 2000 ist der Umweltaktivist Bruno Manser verschollen. Seinem testamentarisch festgehaltenen Wunsch entsprechend entschlossen wir uns, die Tagebücher zu veröffentlichen, die er während seines Aufenthaltes bei den letzten nomadisch lebenden Penan in Sarawak, Borneo, von 1984–1990 geschriebenen hatte. Es galt, ca. 1200 Tagebuchseiten mit zum Teil kleinster Schrift zu entziffern, nicht nur in Deutsch, sondern auch in der Sprache der Penan. Für dieses anspruchsvolle Projekt konnten wir die Mitarbeit von Elisabeth Sulger Büel gewinnen. Sie transkribierte Hunderte von Seiten und war bei 14 von 16 Tagebüchern für die Schlussfassung zu Handen des Herausgebers, des Bruno-Manser-Fonds verantwortlich.
Dank der exakten und zuverlässigen Arbeit konnten wir die Transkription termingerecht beim Verlag abliefern.“
Ob Brief, Tagebuch, Rezept oder Vertrag: Schicken Sie uns Ihr Dokument und erhalten Sie eine erste Einschätzung zur Transkription.

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